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Unternehmen & Geschichte

Das Unternehmen

Geschichtliches

 

Holiday Resort i Sandsjö AB betreibt die Ferienanlage Sandsjögården. Das Unternehmen, das im Februar 2013 gegründet wurde, hat sich auf Unterbringung, Verpflegung, Adventures und Ferienvermittlung von Feriengästen und Touristen im familiären Rahmen spezialisiert.

 

Das Credo der Unternehmung ist es, dem Gast/Tourist einen massgeschneiderten und sehr persönlichen Aufenthalt anzubieten und dabei als Informations- und Organisationsdrehscheibe zu wirken. Die persönliche Betreuung beginnt daher schon mit der ersten Kontaktaufnahme und endet erst mit dem Feedbackschreiben nach der Abreise.

Hinter dem Unternehmen Holiday Resort i Sandsjö AB stehen >> Caro und Daniel Schafer. Die beiden Schweizer siedelten im Oktober 2011 mit ihren Nordischen Schlittenhunden nach Schwedisch Lappland um. Den Traum von der eigenen Ferienanlage, gekoppelt an ein Leben mit den Hunden in der letzten Wildnis Europas und damit verbunden dem Wunsch nach mehr Lebensqualität, erfüllten sie sich am idyllischen Sandsjönsee.

Die Umsiedlung des Paares und seinen Hunden inklusive den typischen Anfangshürden und Herausforderungen, wurde vom Schweizer Fernsehen in der beliebten DOK Serie „Auf und Davon“ porträtiert.

Die sechs Folgen von "Auf und Davon" inkl. die Ausstrahlung "Auf und Davon - Die Auswanderer ein Jahr danach" können nach wie vor im Sendungsarchiv des Schweizer Fernsehens geschaut werden:

>> zum Archiv von „Auf und Davon“

Im Jahr 2014 produzierte das Schwedische Fernsehen SVT einen Dokumentarfilm über die Vindelfjällregion und deren Menschen. Hauptdarsteller der Produktion war Roger Pontare, ein in Schweden bekannter Sänger, der seine Wurzeln und u.a. seinen Samischen Ursprung in der Gemeinde Sorsele hat. Caro und Daniel Schafer stellten für diese Produktion ein Schlittenhundeteam, bestehend aus ihren Grönlandhunden vom Eigergletscher, zur Verfügung. Im Zuge der Produktion wurden sie mit in die Dokumentation aufgenommen, als Beispiel für die vielfältigen Beweggründe der Menschen, zunehmend auch aus dem Ausland, ihren Lebensmittelpunkt in die Arktische Region und letzte Wildnis Europas zu verlegen.

>> zum Dokfilm - Unser Beitrag läuft ab Minute 12'44"

2016 bekam das Leben von Caro und Daniel wiederum eine neue Wendung. Der in der Schweiz vor langen Jahren beerdigte Familienwunsch, wurde für die Beiden in Schwedisch Lappland überraschend wahr. Im Juni 2016 wurde ihr Sohn, Joshua, geboren und es scheint, dass die Entscheidung nach Schwedisch Lappland umzusiedeln, tatsächlich eine gute Entscheidung war.

Auszug Medienarchiv
Caroline & Daniel Schafer

 

23.12.2020 - Blick - So feiern die Schweizer TV-Auswanderer dieses Jahr Weihnachten

 

19.06.2020 - Radio Central - "Frühkartoffeln gibts trotz Corona zu Midsommar"​

Radio_Central_Mitschnitt_midsommar_2020
00:00 / 06:14

16.04.2020 - Blick - Schweizer TV Auswanderer erzählen von ihrem Corona-Alltag in Schweden

01.05.2018 - Sveriges Radio P1 - Gastgespräch zum Thema Heimatblindheit - unser Beitrag läuft ab 54'14''

19.05.2017 - Jungfrauzeitung - Ein Besuch in Schweden bei den Hunden vom Eigergletscher

19.05.2017 - Blick am Abend - Baby-Wunder bei TV Auswanderern

19.05.2017 - SRF - Auf und Davon Spezial

 

01.2017 - Radio Central "-40 Grad in Schwedisch Lappland"

16.05.2016 - SVT - Lilla Schweizele

2014 - Sången från Vindelfjällen - Unser Beitrag ist ab Minute 12'44" zu sehen!

2014 - Winter Panorama (Holländische Zeitschrift)

27.07.2013 - Alttoggenburger - Begegnung mit Auswanderern in Lappland

14.03.2013 - Glückspost Nr. 11 - Lappland - Ein magisches Naturerlebnis

05.02.2013 - Radio Tell - Interview auf Heimatland

08.01.2013 - Jungfrauzeitung - Früher Eigergletscher, jetzt Lappland

27.12.2012 - Berner Oberländer - Vom Eigergletscher 3'000 Km in den Norden gereist

22.12.2012 - Tele Tipp "Auf und Davon"

22.12.2012 - Weitweg von Daheim (Tele Magazin)

Auf und Davon alle Folgen 2013

Mitschnitt Minus 40 Grad Schwedisch Lapp
00:00 / 04:18

Schon in der Steinzeit, d.h. vor etwa 6’000 Jahren wurde auf dem Grundstück von Sandsjögårdens Ferienanlage gelebt, gewohnt und gekocht.

Die damaligen Behausungen waren genial konstruiert. Die Bodenkonstruktion war in die Erde hinein gegraben um die Erdwärme und die natürliche Isolation zu nutzen. Im Feuer aufgeheizten Steine wurden benutzt um sowohl die Behausung zu heizen, als auch zum kochen.
Die Menschen lebten hauptsächlich von Bieber-, Elchjagd und vom Fischfang. Daher wurde der Standort der Behausungen sehr sorgfältig ausgewählt; in der Nähe von Wasser und in einem guten Jagdgebiet. Der Standort einer solchen Steinzeithütte ist tatsächlich noch sichtbar und in der Ferienanlage als Kulturstätte markiert. In der nähren Umgebung von Sandsjögården finden sich zudem Überreste von Steinzeit Fallgruben, die für die Jagd benutzt wurden. Erkundigen Sie sich an der Reception, wie man zu den verschiedenen Kulturstätten gelangt.

Neuzeitliche Besiedlung des Sandsjönsees

In der jüngeren Geschichte wird die Besiedlung rund um den See herum beschrieben, die ihren Anfang im Jahre 1755 nahm. Der erste Neusiedler war wohl ein Pehr Thomasson von Norsjö. Allerdings ist nicht mehr bekannt wo genau er am Sandsjönsee sein Haus baute. Fast zeitgleich erstellte er nämlich auch ein Haus in Sandsele (5 km nördlich vom Sandsjönsee), wo er schliesslich sesshaft wurde.

In den darauffolgenden 170 Jahren liest man von einer stetigen Bevölkerungszunahme und von einem florierenden Dorfleben am Sandsjönsee.
1920 wurde die Eisenbahnlinie der heutigen Inlandsbanan gebaut. Damals nannte man die Verbindungsstrecke „Materialstrasse“. Das Dorf rund um den Sandsjösee lebte hauptsächlich von der Holzwirtschaft und war bekannt für seine sehr schönen Fichten, die während der Schneeschmelze vom Sandsjönsee zum Vindelälven geflösst wurden.

Am Sandsjönsee dominierten vor allem die folgenden Familiennamen:

  • Familie Sandberg, die sich, wie es der Name schon verrät, am Berg des Sandsjönsees niederliess,

  • Familie Linder, die sich am Sandsjönäs (an der Nasenkante des Sandsjönsees) niederliess,

  • Familie Gradin, die entlang der Eisenbahnlinie baute und auch die Post- und Telefonstation betrieb,

  • und schliesslich die Familien Persson, Karlsson, Sandquist und Johansson, die sich am äussersten Ende des Sees, dem heutigen Östra Sandsjön niederliessen.

 

Noch heute findet man alle Geschlechtsnamen am Sandsjönsee vertreten.

 

Ende des 18. Jahrhunderts wurde beschlossen eine eigene Schule für die wachsende Anzahl Kinder des Sandsjönsees zu bauen. Die erste Schule sollte auf dem Sandsjönäs gebaut werden. Der Plan wurde jedoch nie realisiert und man liest, dass in der Zeit, da der Lehrer schon entsandt worden war, der Unterricht im Gebiet zwischen Sandsjönäs und dem Sandberget, abwechselnd in Backstuben und Hofküchen abgehalten wurde.

 

Um die Zeit 1930 wurde in der Gemeinde Sorsele das Schulwesen massiv ausgebaut; viele neue Schulhäuser entstanden. So kam es, dass Karl Gradin dem Schulwesen ein Grundstück am Sandsjönsee schenkte, nämlich dasjenige der heutigen Ferienanlage.

Im Sommer 1931 wurde die Schule inkl. Lehrerwohnung gebaut. In den Geschichtsunterlagen liest man, dass Sandsjögården als eine gepflegte und sehr zeitgemässe Schule bejubelt wurde. Im Januar 1932 wurde schliesslich der Schulbetrieb aufgenommen. Der Bau für diese Form von Schulhaus inkl. Nebengebäuden, Fahnenstange und Zaun wurde in der Zeit mit ca. SEK 10’000.- beziffert.

 

In den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts begann, aufgrund von sinkenden Schulkinderzahlen bei gleichzeitig wachsender Verfügbarkeit von Schulbussen, eine Zentralisierung des Schulwesens. In diesem Zuge wurde auch der Schulbetrieb am Sandsjönsee eingestellt.

 

In den kommenden Jahren wurde Sandsjögården als Weiterbildungsstätte und Seminarlokal für die Forstwirtschaft verwendet.

Ende der 70-er Jahre wurde die Liegenschaft in private Hände verkauft und erstmals touristisch genutzt.

Mitte/Ende der 80-er Jahre siedelte Familie Andersson in die Gemeinde Sorsele um, übernahm die Anlage und entwickelte diese in den darauffolgenden 2 Jahrzehnten zum Sandsjögården Wärdshus & Stugby, also zum Sandsjögården Wirtshaus und Hüttendorf.

Sandsjögården entwickelte sich in dieser Zeit zu einer Perle, die zwischen Norwegischem Gebirge und Botnischer Küste ein sehr positives Image genoss. Zudem war die Küche des Wirtshauses, die von Anderssons Sohn und Gastrobotnia Koch, Bengt geprägt wurde, weitherum bekannt und geschätzt.

Als Bengts Eltern das Pensionsalter erreichten, entschied die Familie Sandsjögården zu verkaufen. Dies u.a. da Bengts Interesse vor allem der Gastronomie galt und er die gesamte Anlage nicht im Alleingang weiterführen wollte.

 

Ein junges Paar kaufte Sandsjögården mit der Idee, das Angebot für finnische Jagd- und Angeltouristen zu ergänzen. Diese Ära dauerte nur wenige Jahre. Familiäre und wirtschaftliche Probleme zwangen die Familie schliesslich zum Verkauf.

 

Holiday Resort i Sandsjö AB übernahm die familiäre Tradition der Familie Andersson und ergänzte diese mit ihren Schweizer Wurzeln. Sie legt neben der nachhaltigen Entwicklung auch einen besonderen Fokus auf den geschichtlichen Wert der Ferienanlage. So ist beispielsweise das Haupthaus von Sandsjögården immer noch das Original Schulgebäude aus dem Jahre 1932. Darin sind heute Reception, Gaststube und in der ehemaligen Schulküche die Gastroküche ungebracht. Das Restaurant wurde während der ersten 10 Jahre noch immer von Einheimischen besucht, die in den 30-ern und 40-ern ihre Schulzeit im Sandsjögården verbracht hatten. Ihre Geschichten und Anekdoten persönlich erfahren zu dürfen, ist eine Bereicherung und ein Kulturerbgut von unschätzbarem Wert, das uns zudem grosse Freude bereitet.

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Leben und arbeiten am Sandsjönsee, seit 6000 Jahren...