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Sandsjö 122, SE-924 92 Blattnicksele

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Geschichtliches

Schon in der Steinzeit, d.h. vor etwa 6’000 Jahren wurde auf dem Grundstück von Sandsjögårdens Ferienanlage gelebt, gewohnt und gekocht.

 

Die damaligen Behausungen waren genial konstruiert. Die Bodenkonstruktion war in die Erde hinein gegraben um die Erdwärme und die natürliche Isolation zu nutzen. Im Feuer aufgeheizten Steine wurden benutzt um sowohl die Behausung zu heizen, als auch zum kochen.Die Menschen lebten zu der Zeit hauptsächlich von Bieber-, Elchjagd und vom Fischfang. Daher wurde der Standort der Behausungen sehr sorgfältig ausgewählt; in der Nähe von Wasser und in einem guten Jagdgebiet. Der Standort einer solchen Steinzeithütte ist tatsächlich noch sichtbar und in der Ferienanlage als Kulturstätte markiert. In der nähren Umgebung von Sandsjögården finden sich zudem noch diverse Steinzeit Fallgruben, die für die Jagd benutzt wurden. Erkundigen Sie sich an der Reception, wie man zu den verschiedenen Kulturstätten gelangt.

Neuzeitliche Besiedlung des Sandsjönsees

In der jüngeren Geschichte wird die Besiedlung rund um den See herum beschrieben, die ihren Anfang im Jahre 1755 nahm. Der erste Neusiedler war wohl ein Pehr Thomasson von Norsjö. Allerdings ist heute nicht mehr bekannt wo genau er am Sandsjönsee sein Haus baute. Fast zeitgleich erstellte er nämlich auch ein Haus in Sandsele (5 km nördlich vom Sandsjönsee), wo er schliesslich sesshaft wurde.

In den darauffolgenden 170 Jahren liest man von einer stetigen Bevölkerungszunahme und von einem florierenden Dorfleben am Sandsjönsee. 1920 wurde die Eisenbahnlinie der heutigen Inlandsbanan gebaut. Damals nannte man die Verbindungsstrecke „Materialstrasse“. Das Dorf rund um den Sandsjösee lebte hauptsächlich von der Holzwirtschaft und war bekannt für seine sehr schönen Tannen, die während der Schneeschmelze jeweils vom Sandsjönsee zum Vindelälven geflösst wurden. Am Sandsjönsee dominierten vor allem die folgenden Familiennamen:

  • Familie Sandberg, die sich, wie es der Name schon verrät, am Berg des Sandsjönsees niederliess,

  • Familie Linder, die sich am Sandsjönäs (an der Nasenkante des Sandsjönsees) niederliess,

  • Familie Gradin, die entlang der Eisenbahnlinie baute und auch die Post- und Telefonstation betrieb,

  • und schliesslich die Familien Persson, Karlsson, Sandquist und Johansson, die sich am äussersten Ende des Sees, dem heutigen Östra Sandsjön niederliessen.

 

Noch heute findet man alle Geschlechtsnamen am Sandsjönsee vertreten.

 

Ende des 18. Jahrhunderts wurde beschlossen eine eigene Schule für die wachsende Anzahl Kinder des Sandsjönsees zu bauen. Die erste Schule sollte auf dem Sandsjönäs gebaut werden. Der Plan wurde jedoch nie realisiert und man liest, dass in der Zeit, da der Lehrer schon entsandt worden war, der Unterricht im Gebiet zwischen Sandsjönäs und dem Sandberget, abwechselnd in Backstuben und Grossküchen abgehalten wurde.

 

Um die Zeit 1930 wurde in der Gemeinde Sorsele das Schulwesen massiv ausgebaut und viele neue Schulhäuser entstanden. So kam es, dass Karl Gradin dem Schulwesen ein Grundstück am Sandsjönsee schenkte, nämlich dasjenige wo die heutige Ferienanlage steht. Im Sommer 1931 wurde die Schule inkl. Lehrerwohnung gebaut. In den Geschichtsunterlagen liest man, dass Sandsjögården als eine gepflegte und sehr zeitgemässe Schule bejubelt wurde. Im Januar 1932 wurde schliesslich der Schulbetrieb aufgenommen. Der Bau für diese Form von Schulhaus inkl. Nebengebäuden, Fahnenstange und Zaun wurde in der Zeit mit ca. SEK 10’000.- beziffert.

 

In den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts begann, aufgrund von sinkenden Schulkinderzahlen und aber einer wachsenden Verfügbarkeit von Schulbussen, eine Zentralisierung des Schulwesens. In diesem Zuge wurde auch der Schulbetrieb am Sandsjönsee eingestellt.

 

In den kommenden Jahren wurde Sandsjögården als Weiterbildungsstätte und Seminarlokal für die Forstwirtschaft verwendet. Ende der 70-er Jahre wurde die Liegenschaft verkauft und erstmals touristisch genutzt. Mitte/Ende der 80-er Jahre übernahm eine Familie Andersson die Anlage und entwickelte diese in den darauffolgenden 2 Jahrzehnten zum Sandsjögården Wärdshus & Stugby, also zum Sandsjögården Wirtshaus und Hüttendorf. Sandsjögården wurde in der Zeit zu einer Perle, die zwischen Gebirgsland und Küste ein sehr positives Image genoss. Zudem war die Küche des Wirtshauses, die von Anderssons Sohn und Gastrobotnia Koch, Bengt geprägt wurde, weitherum bekannt und geschätzt.

 

Holiday Resort i Sandsjö AB führt diese Tradition ergänzt mit ihren Schweizer Wurzeln weiter und legt neben der nachhaltigen Entwicklung auch einen besonderen Fokus auf den geschichtlichen Wert der Ferienanlage. So ist beispielsweise das Haupthaus, wo u.a. Reception und Restaurant untergebracht sind, immer noch das Original Schulgebäude aus dem Jahre 1932. Im ehemaligen Schulraum befindet sich heute die Gaststube und in der ehemaligen Schulküche ist heute die Gastroküche zu finden. Das Restaurant wird hie und da noch immer von Einheimischen besucht, die in den 30-ern und 40-ern ihre Schulzeit im Sandsjögården verbracht haben. Ihre Geschichten und Anekdoten persönlich erfahren zu dürfen, ist eine Bereicherung und ein Kulturerbgut von unschätzbarem Wert, das uns zudem grosse Freude bereitet.